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10318 Berlin
Deutschland
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exhibits shown at the trade fair
Baumann, Michael [Hacks, Peter]: 18 großformatige farbige Original-Skizzen







Baumann, Michael [Hacks, Peter]: 18 großformatige farbige Original Skizzen und Illustrationen zu dem 1986 im Kinderbuch Verlag Berlin erschienen Buch: Onkel Mo.
[Kinderbuch / Orig. Skizzen]
Die mit brauner Tusche gezeichneten und zum Teil farbig angelegten Blätter illustrieren auf humorvolle weise die Abenteuer des aus Indonesien stammenden Orangutan Mo in einer deutschen Kleinstadt.
Die sehr hübsch ausgeführten Zeichnungen in der Größe 40x30cm und kleiner sind überwiegend gut erhalten. Beigegeben 9 weiter farbig ausgeführte Skizzen.
Im Gegensatz zu den bekannteren DDR-Illustratoren wie Werner Klemke oder Klaus Ensikat, die ebenfalls Werke von Peter Hacks bebilderten, ist von Michael Baumann nur weniges bekannt.
Katalog-Nr. VPB-002
450,00€
Künstlernachlass Irmhild und Hilmar Proft
[Künstlernachlass / Original Skizzen u. Drucke]
Umfangreicher Teilnachlass des Künstlerpaares Irmhild und Hilmar Proft mit rund 500 Originalzeichnungen, Skizzen, Illustrationen und Unikat-Drucken.
Das freischaffende Grafiker- und Malerpaar schuf in der DDR zahlreiche erfolgreiche Buchillustrationen. Bemerkenswert ist, dass Irmhild und Hilmar Proft an vielen Werken gemeinsam arbeiteten. Ihre große Experimentierfreude zeigt sich in Materialcollagen, Pflanzen- und Materialabdrücken, Kleisterpapieren und weiteren grafischen Techniken.
Nach dem Ende der DDR gelang es dem Paar offenbar nicht, im gesamtdeutschen Kunstbetrieb Fuß zu fassen. Im Jahr 2022 entschieden sich Irmhild und Hilmar Proft gemeinsam, ihr Leben zu beenden. Mit der siebenseitigen zeichnerischen Folge „Gevatter“ setzten sie sich zuvor künstlerisch mit dem Entschluss zum gemeinsamen Freitod auseinander. Dieses außergewöhnliche Abschiedswerk ist Bestandteil des angebotenen Konvoluts.
Wir erhielten den Teilnachlass direkt aus dem Haus in Berlin-Biesdorf, in dem das Künstlerpaar zuletzt lebte.
Der Nachlass kann am Stand des Antiquariats Schrottmeyer auf der Vintage Paper Berlin besichtigt werden.
Katalog-Nr. VPB-003
3.500 Euro



Drei Original Bilder zu Afrikanische Legenden.







16 farbige originale Modeskizzen
[Mode / Orig. Skizzen]
[Werbeprospekt für Schuhe] SPIESS Modelle für Einlagen. Fünffach gefalteter reich bebilderter Prospekt für Damen und Herrenschuhe. Beiliegend 16 farbige originale Modeskizzen die z.T. im Prospekt abgedruckt wurden. Die Skizzen in der Größe 32x25cm und kleiner.
Hübsche Modezeichnungen zum Thema Schuhe im Stile der späten 50er, bzw. frühen 60er Jahre.
Die Schuhfabrik Wilhelm Spieß (Stuttgart, 1896-1978) verlegte sich in den letzten Jahren auf die Produktion von Einlagen für Bequem- und Sanitätsschuhe. Mit der Produktion und dem Versand des Prospektes wollte die Firma Spiess vermutlich passende auf Bequemschuhe spezialisierte Fachgeschäfte zu einer Kooperation einladen. Nur so ist der auf dem Prospekt aufgedruckte Hinweis: „Hier könnte Ihr Name mit [..] ihren gewünschten Angaben stehen.“ zu verstehen.
Beigegeben 6 weitere einfache s/w Modeskizzen für das Schuhunternehmen Görtz
Katalog-Nr. VPB-001
250,00€


Adels- und Familienurkunde – Agnationsattest der Familie Römer, Kurfürstentum Sachsen mit kurfürstlich-sächsische Bestätigung von Johann Georg II, 1670
[Autographen & Dokumente / Adelsurkunden]
Originale dreiseitige handschriftliche Urkunde, Dresden und Zwickau, 1670.
Historisch bemerkenswertes Agnations- und Adelsattest der Familie Römer, ausgestellt unter Johann Georg II., Kurfürst von Sachsen (1613–1680). Das dreiseitige handschriftliche Dokument bezeugt die Zugehörigkeit mehrerer im Königreich Polen ansässiger Angehöriger der Familie Römer zum sächsischen Familienverband und bestätigt deren gemeinsamen Stamm, Namen und Wappen.
Die Urkunde entstand in zwei Stufen: Zunächst legten Angehörige der Familie Römer in Zwickau am 1. August 1670 ein ausführliches Zeugnis über die Abstammung und den adeligen Stand der betreffenden Familie ab. Als Geschlechtsangehörige und Zeugen treten unter anderem Hans George Römer als Geschlechtsältester, Hans Friedrich Römer und George Wilhelm Römer auf; das Zeugnis ist mit eigenhändigen Unterschriften versehen.
Besonders interessant ist die darin enthaltene genealogische Überlieferung, nach welcher die Familie ihre Herkunft auf einen Simon Römer zurückführte, der vor etwa zweihundert Jahren in Livland gelebt haben soll. Als mögliche Herkunft wird dabei das sächsische Gebiet bzw. die Häuser Marienthal oder Reinplatz genannt. Die im Königreich Polen lebenden Römer werden ausdrücklich als Angehörige desselben Stammes, Namens und Wappens bezeichnet.
Unter den genannten Personen erscheinen unter anderem Christoph Römer, Rittmeister, Johann Römer, Lieutenant, Heinrich Römer, Fähnrich, Margandorff Römer, Capitain, sowie Stephan Römer, Licentiat und Land-, Chor- und Kanzelrat. Anlass der Ausstellung war die Bitte um einen förmlichen Nachweis der adeligen Abstammung und Familienzugehörigkeit nach dem Tod des Stephan Römer.
Auf Grundlage dieses Zwickauer Zeugnisses erteilt Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen schließlich das förmliche Attest. In der Schlussformel werden die betreffenden Römer ausdrücklich als „Geschlechts-Freunde und Angewandte“ und als Angehörige desselben Stammes, Namens und Wappens anerkannt. Das Dokument sollte den Empfängern gegenüber Dritten als glaubwürdiger und offizieller Nachweis ihres Standes und ihrer Familienzugehörigkeit dienen.
Die kurfürstliche Bestätigung ist Dresden, den 19. September 1670 datiert und trägt die eigenhändige Unterschrift:
„Johann George Churfürst“
Darunter erscheinen die Namen Friedrich von Friesen und Fabricius Voigt.
Besonderheiten:
– originales dreiseitiges handschriftliches Dokument aus dem Jahr 1670
– kurfürstlich-sächsische Bestätigung unter Johann Georg II.
– ausführliches Zeugnis der Familie Römer aus Zwickau, 1. August 1670
– genealogische Angaben zur Herkunft der Familie und Nennung eines Simon Römer in Livland
– Bezug zu den in Polen ansässigen Familienzweigen
– Nachweis des gemeinsamen adeligen Stammes, Namens und Wappens
– mehrere eigenhändige Namenszüge der als Zeugen auftretenden Römer
– abschließende kurfürstliche Bestätigung mit eigenhändiger Unterschrift Johann Georgs II.
– kultur- und familiengeschichtlich interessante Quelle zur Geschichte des sächsisch-polnisch-livländischen Adels im 17. Jahrhundert
Erhaltung:
Altersgemäß erhaltene handschriftliche Urkunde auf Papier, mit entsprechenden Gebrauchsspuren, Faltungen und altersbedingten Verfärbungen und kleineren Einrissen am Rand. Verso mit Sammlerstempel und Katalognummer.
Provenienz:
[Privatarchiv Klaus Sehm Zwickau]
Umfang: 3 handschriftliche Seiten.
Ort und Datum: Zwickau, 1. August 1670; Dresden, 19. September 1670.
Aussteller: Johann Georg II., Kurfürst von Sachsen.
Gegenstand: Agnations-, Adels- und Familienattest der Familie Römer.
Katalog-Nr. VPB-004
1.200,00€










Aristokratisches und großbürgerliches Familienalbum mit 70 Fotografien der k.u.k. Monarchie (ca. 1870–1900)
[Historische Fotografie / Fotoalbum des 19. Jahrhunderts]
Außergewöhnliches privates Fotoalbum aus dem Umfeld der österreichisch-ungarischen Aristokratie und des gehobenen Bürgertums. Die 70 Fotografien vermitteln ein eindrucksvolles Bild der gesellschaftlichen Verbindungen, der internationalen Mobilität und der repräsentativen Lebenswelt in den letzten Jahrzehnten der Habsburgermonarchie.
Einen besonderen Schwerpunkt bilden Porträts, die dem Umfeld der Familie Baltazzi zugeordnet werden. Die bedeutende, international vernetzte Familie war eng mit dem Wiener Gesellschaftsleben, dem Pferdesport und durch Mary Vetsera auch mit dem Umfeld des Kaiserhauses verbunden. Handschriftliche Widmungen, Vornamen und persönliche Bezeichnungen wie „Louis“, „Maria Colozzi“ und „Naša M. Olga“ sowie einzelne Wappensymbole sprechen für ein über längere Zeit gewachsenes Erinnerungsalbum aus einem engen Familien- und Freundeskreis.
Die Aufnahmen entstanden in renommierten europäischen Fotoateliers und dokumentieren die weitreichenden Verbindungen ihrer Besitzer. Vertreten sind unter anderem:
• Wien: Carl Pietzner, k.u.k. Hoffotograf und Porträtist der Wiener Gesellschaft
• Zagreb/Agram: Atelier Varga, darunter Militär- und Kadettenporträts
• Pau, Südfrankreich: F. Subercaze, vermutlich im Zusammenhang mit einem Saison- oder Kuraufenthalt
• Görlitz/Schlesien: J. Tiedge, mit frühen Aufnahmen aus den 1870er-Jahren
Auch modegeschichtlich bietet das Album eine bemerkenswerte Spannweite. Zu sehen sind Damen in aufwendig drapierten Kleidern der Gründerzeit und der frühen Tournürenmode, elegante Herren in Gehrock und Zylinder, junge Offiziere in k.u.k. Uniform sowie spätere Damenporträts mit Keulenärmeln, Pelzmuffs, Spitzenbesatz und modischen Promenadenkostümen.
Die Fotografien liegen überwiegend als Carte-de-Visite- und Kabinettaufnahmen vor. Das Album erscheint vollständig bestückt; offensichtliche Entnahmen sind nicht erkennbar. In seiner Geschlossenheit ist es ein besonders reizvolles kultur- und sozialgeschichtliches Dokument der Wiener und mitteleuropäischen Gesellschaft im ausgehenden 19. Jahrhundert.
Umfang:
• 22 größere Fotografien und Kabinettformate
• 48 Fotografien im Carte-de-Visite-Format
• Vollständig bestücktes Album ohne offensichtliche Entnahmen
Maße: Ca. 30 × 23 × 7 cm
Zustand: Der vordere Außendeckel wurde erneuert. Die Fotografien sind teilweise leicht angestaubt und an den Kanten geringfügig bestoßen. Eine Fotografie ist geknickt. Insgesamt altersgemäßer Zustand.
Katalog-Nr. VPB-005
750,00€


Diebow, Hans (Zusgest.): Der ewige Jude. 265 Bilddokumente.
[NS-Propaganda / Antisemitismus]
München / Berlin, Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf., (1937).
128 Seiten. Mit 265 schwarz-weißen Fotoabbildungen.
Illustrierte Original-Kartonage (Broschur). Groß-Oktav.
Offizieller, stark illustrierter Begleitband zur gleichnamigen nationalsozialistischen Propagandaschau, die am 8. November 1937 im Deutschen Museum in München eröffnet und im Anschluss als Wanderausstellung (u. a. in Wien und Berlin) gezeigt wurde. Das Werk dokumentiert in drastischer Weise die visuelle Agitation und antisemitische Demagogie des NS-Regimes im Vorfeld der Novemberpogrome 1938.
Zustand: Einband etwas berieben, Rücken geringfügig angeplatzt, Seiten papierbedingt gebräunt, insgesamt ein sauberes und gut erhaltenes Originalexemplar.
Wichtiger Hinweis: Die Abgabe dieses Objekts erfolgt ausschließlich zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der zeithistorischen Forschung und der Lehre gemäß § 86 Abs. 4 StGB. Eine Abgabe an Personen unter 18 Jahren ist ausgeschlossen.
Katalog-Nr. VPB-006
1.450,00€